Waldberg (Haardt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Waldberg
vor Ort auch Wallberg

Ansicht von Nordosten

Höhe 342,8 m ü. NHN [1]
Lage Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens

Deutschland

Gebirge Haardt
Koordinaten 49° 24′ 34″ N, 8° 9′ 44″ OKoordinaten: 49° 24′ 34″ N, 8° 9′ 44″ O
Gestein Gesteine des Unteren und Mittleren Buntsandsteins
Alter des Gesteins 251 bis 243 Mio. Jahre
Besonderheiten Turnerehrenmal, Sportstätte und Wallberg-Hütte knapp unterhalb des Gipfels

Wallberg-Hütte

Vorlage:Infobox Berg/Wartung/BILD1

Der Waldberg, vor Ort mundartlich auch Wallberg genannt,[2] ist ein 342,8 m hoher[1] Berg in Rheinland-Pfalz. Er steht im Mittelgebirgszug der Haardt, die den Ostrand des Pfälzerwalds zur Rheinebene bildet.

Der Waldberg liegt westlich der pfälzischen Landstadt Deidesheim auf deren Gemarkung; sein Gipfel ist ca. 1,3 km vom Siedlungsrand entfernt. Die benachbarten Erhebungen besitzen alle ähnliche Höhen: Der nördlich liegende Kirchberg ist 344 m hoch,[1] das dreigipflige Massiv südlich besteht aus Rehberg (337 m), Hartenberg (333,6 m) und Sommerberg (351 m).[1] Am Nordostfuß des Waldbergs liegt am Rand des Sensentals ein alter Loogfels, der Hinkelstein.

Südlich säumt den Waldberg das Mühltal, in dem der 7,9 km lange Weinbach fließt, nördlich das Sensental mit dem Moosbach, der amtlich auch Bach aus dem Sensental und im Unterlauf Alter Weinbach genannt wird und nach etwa 8 km nördlich von Meckenheim – wie kurz zuvor der Weinbach selbst – von links in die Marlach mündet.

Naturräumliche Zuordnung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Waldberg ist eine Randhöhe der Haardt, die zum Naturraum Pfälzerwald gehört.

In der Hierarchie der Naturräume liegt der Berg in folgender Schachtelung:

Wirtschaft und Verkehr

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Sportplatz

Der Waldberg ist gänzlich mit Bäumen bestanden, unter denen auch Edelkastanien wachsen;[3] diese wurden vor 2000 Jahren von den Römern in der Pfalz angesiedelt. Der Verkauf von gesammelten Esskastanien hat im Gegensatz zu früher heute keine wirtschaftliche Bedeutung mehr.

Am Ostfuß des Bergs erstreckt sich die mit Reben bestockte Gewanne „Waldberg“, die seit der Zusammenfassung der Weinlagen im Zuge des Weingesetzes von 1971 Teil der um 1955[4] erstmals erwähnten Weinlage Paradiesgarten ist.

Ein wenig unterhalb des Waldberggipfels steht am Südosthang ein Turnerehrenmal, außerdem sind hier die Gaststätte Wallberg-Hütte und ein Sportplatz, auf dem alljährlich an Christi Himmelfahrt ein Bergturnfest ausgetragen wird. Eine nicht asphaltierte Fahrstraße kommt über das Sensental von Deidesheim her, führt etwa 120 m am Gipfel vorbei und dann weiter zum Eckkopf (516 m) und zum Vorderen Langenberg (544,6 m).

Entlang des Waldberg-Osthangs verläuft ein Wanderweg, der mit einem roten Balken gekennzeichnet und von Siebeldingen bis nach Neuleiningen ausgeschildert ist.

Commons: Waldberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b c d Höhe und Lage des Waldbergs auf Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise).
  2. Für die ursprüngliche Form Waldberg sprechen die gleichlautende alte Bezeichnung der angrenzenden Gewanne und die Verwendung derselben Bezeichnung Waldberg auf amtlichen Kartenwerken wie LANIS.
  3. Am Waldberg fotografierter Fruchtstand einer Edelkastanie.
  4. Fritz Schumann: Von der Wildrebe zur Winzergenossenschaft. In: Deidesheim – Beiträge zu Geschichte und Kultur einer Stadt im Weinland. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1995, ISBN 3-7995-0418-4, S. 303.