Luitpoldpark (Berchtesgaden)

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Teilansicht des Luitpoldparks

Der Berchtesgadener Luitpoldpark (vorher: Luitpoldhain) ist eine denkmalgeschützte[1] Parkanlage am westlichen Rand des Marktzentrums von Berchtesgaden im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land.

Vor seiner Gestaltung zum Park war das Areal zwischen der Kälbersteinstraße und der Von-Hindenburg-Allee eine Freiung mit der Bezeichnung „Kugelfeldfreie“ und diente seit „urdenklicher Zeit“ zum Abhalten von Viehmärkten und „öffentlichen Spielen“.[2] Darüber hinaus wurde es in den Jahren 1834 und 1835 auch als Exerzierplatz der Nationalgarde genutzt.[2]

Ein erster Park an dieser Stelle wurde dann im Auftrag des bayerischen Königs Maximilian II. angelegt,[3] der ihm gegenüber in der Kälbersteinstraße zwischen 1849 und 1852 auch die Königliche Villa hat erbauen lassen.

In einem Brief vom 15. Februar 1892 wurde der Marktgemeinde Berchtesgaden seitens der „Hofgärtenabteilung des Obersthofmarschall-Stabes“ mitgeteilt, dass Prinzregent Luitpold von Bayern auf eigene Kosten die Herstellung einer neuen Parkanlage am Kugelfeldanger übernimmt und die Übergabe an die Gemeinde nach deren vollständigen Fertigstellung erfolgen wird.[4]

Die Aufstellung des von Ferdinand Freiherr von Miller gegossenen Bronzedenkmals, das den Prinzregenten in Jagdkleidung darstellt, wurde schließlich 1893 zum offiziellen Anlass, den „Luitpoldpark“ zu eröffnen[1][2] bzw. der „Öffentlichkeit zur Verfügung“[3] zu stellen. Unterhalten wurde der Park anfangs vom Fremdenverkehrsverein Berchtesgaden,[2] derzeit (Stand: 2022) obliegt die Verkehrssicherungspflicht der Marktgemeinde Berchtesgaden, wiewohl der Park weiterhin Eigentum des Wittelsbacher Ausgleichsfonds ist.[3]

Seit mehreren Jahrzehnten ist innerhalb des Luitpoldparks auch eine Minigolfanlage in Betrieb.

Der Luitpoldpark inklusive des Bronzedenkmals ist ein nachqualifiziertes Einzeldenkmal.[1]

  • Hellmut Schöner (Hrsg.), A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973, S. 209.
  • Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes, Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1982, ISBN 3-87490-528-4; S. 171.
Commons: Luitpoldpark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Markt Berchtesgaden, PDF S. 28 von 32 Seiten siehe D-1-72-116-63, online unter geodaten.bayern.de
  2. a b c d Hellmut Schöner (Hrsg.), A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Stichwort: Luitpoldhain S. 209.
  3. a b c Ulli Kastner: 32 neue Bäume für den Luitpoldpark – Marktgemeinde Berchtesgaden lässt Ersatzpflanzungen durchführen, Bericht vom 9. Dezember 2022 im Berchtesgadener Anzeiger, online unter berchtesgadener-anzeiger.de
  4. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I. Stichwort: Luitpoldpark, S. 171.

Koordinaten: 47° 37′ 42,1″ N, 12° 59′ 46,8″ O