Bodo Schümann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bodo Schümann

Bodo Schümann (* 25. September 1937 in Neumünster; † 6. Oktober 2023[1]) war ein deutscher Pädagoge, Theologe und ehemaliger Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft für die SPD.

Nach dem Besuch der Grundschule in Einfeld legte Bodo Schümann 1959 am Gymnasium in Neumünster sein Abitur ab. Er studierte anschließend in Kiel, Tübingen und Göttingen evangelische Theologie und machte sein erstes Examen. Nach einer praktischen Ausbildung in Neumünster – unter anderem im Schuldienst – bestand er sein zweites theologisches Examen.

1967 wurde er Pastor im Hamburger Neubaugebiet Osdorfer Born. 1974 wechselte er als Lehrer an die Gesamtschule in Hamburg-Steilshoop. Von 1982 bis 2002 arbeitete er als Geschäftsführer der Elbe-Werkstätten, einer Werkstatt für behinderte Menschen in Hamburg. Anschließend war er freiberuflich als Organisationsberater tätig.

Bodo Schümann und Dorothee Stapelfeldt 1983

1967 trat Bodo Schümann in die SPD ein und wurde 1974 von den Mitgliedern in den Kreisvorstand Hamburg-Altona gewählt. Er war auch Mitglied in der GEW. Von 1970 bis 1974 zog er in die Bezirksversammlung Hamburg-Altona ein.

Von 1974 bis 1986 wurde er als Abgeordneter in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt. Sein politischer Schwerpunkt dort lag vor allem im Ausschuss für Schule und Berufsbildung und im Bürgerausschuss. Letzterer war bis zur Verfassungsreform von 1996 auf Antrag des Hamburger Senats befugt, Ausgaben und Veräußerungen von Staatsgut zu genehmigen und in dringenden Fällen auch gesetzliche Vorschriften zu beschließen – die ihre Geltung behalten, falls das Parlament sie nicht widerruft. Im Juni 1977 gehörte er gemeinsam mit Wulf Damkowski, Jan Ehlers, Bodo Fischer, Harro Frank, Hans-Jürgen Grambow, Helga von Hoffmann, Frauke Martin, Lothar Reinhard und Ortwin Runde zu einer Gruppe von zehn SPD-Bürgerschaftsabgeordneten, die im Zusammenhang mit dem Parteiausschluss des Juso-Vorsitzenden Klaus Uwe Benneter in einem Brief an den Parteivorsitzenden Willy Brandt verlangten, dass dieser Parteiordnungsverfahren gegen 56 Hamburger SPD-Mitglieder, die sich mit Benneter solidarisiert hatten, verhindere.[2]

Veröffentlichungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Traueranzeige im Hamburger Abendblatt vom 14. Oktober 2023, abgerufen am 14. Oktober 2023
  2. „Der Konflikt in der SPD um den Juso-Chef“, in: Hamburger Abendblatt vom 9. Juli 1977, abgerufen am 23. März 2020.